Posts

Von Gewichtigem - KW 16

Bild
Die Woche ging nur langsam los und wie ich es erwartet habe, hatte ich erst einmal mit der Stagnation meines Gewichtes zu kämpfen. Aus Erfahrung weiß ich, dass es in diesen Tagen nur darum geht, die Ernährungsumstellung einfach durchzuhalten und das ist mir auch gelungen.

Letzte Woche hatte ich mir vorgenommen, diese Woche etwas mehr auf mein Essverhalten zu achten und dafür zu sorgen, es mit der Ernährungsumstellung nicht zu übertreiben, also regelmäßig und ausreichend zu essen, anstatt mich in diesen Abwärtsstrudel reinreißen zu lassen und die Gewichtsabnahme aus Ehrgeiz übermäßig voranzutreiben. Das ist mir auch ganz gut gelungen.
Genervt hat mich allerdings ein wenig die Reaktion meines Umfeldes auf meine Ernährungsumstellung: Ständig musste ich Lebensmittel ablehnen, die man mir förmlich aufzwingen wollte. So gab es auch den einen oder anderen Ausreißer, wie beispielsweise ein Eis, das man mir ungefragt mitbrachte und das ich nun nicht vor den Augen desjenigen, der es mir schenkt…

Vom Sonnen-Samstag

Bild
Wir verbringen den Tag am menschenleeren Strand und verlieren uns zwischen Mädchengesprächen, Muscheln und Prielen. Ich genieße die Weite, die sich vor meinen Augen erstreckt. Alles riecht nach Meer. Während Wind und Sonnenstrahlen unsere Haut streicheln und Möwen rufend über unsere Köpfe hinwegfliegen, denke ich, dass ich hier Zuhause bin. Das ist ein schönes Fleckchen Erde.
Hier bin ich glücklich.







Von seiner Beharrlichkeit

"Da ist etwas in Dir, was von erlesener Schönheit ist, und was zugleich permanent in sich verkantet ist, seit ich Dich kenne. Du stehst Dir mit Dir selbst beständig im Weg. Und ich glaube, Du verkantest Dich immer mehr, je älter Du wirst. [...] Trotzdem geht es nicht anders, und Du musst so sein, wie du bist."

(T. , 03.04.2018)

Vom Meer

(Ein alter Post. Vom 17.10.2013. Inklusive aller damals gemachten Rechtschreibfehler. Ich bin muschelig und still und ein bisschen wortlos. Ich will auf den Arm...)
„Haben Sie nie bemerkt, daß die Leute draußen am offenen Meer einen besonderen Menschenschlag bilden? Es ist beinah, als lebten sie des Meeres eigenartiges Leben. Nicht bloß in ihrem Fühlen, auch in ihrem Denken ist Wellengang und Ebbe und Flut.“
... (Henrik Ibsen)
Ich bin müde und vollkommen überdreht, als ich kurzentschlossen in den Flur meiner Wohnung gehe, mir den roten Wollschal um den Hals wickle und die dazu passende Bommelmütze auf den Kopf setze. Vor einer Stunde – gelangweilt vor dem Rechner sitzend, surfend, mich in Texten verlierend – stellte ich fest, dass ich hier raus muss. Ich bekomme in meiner eigenen Wohnung Platzangst. Bin völlig frustriert und habe keine Lust mehr tagein, tagaus die gleichen Menschen und die gleichen Wände zu sehen, dieselben Gefühle zu fühlen. Das hier ist ein Ausbruch, denke…

Von Gewichtigem - KW 15

Bild
Ich kann ein unfassbarer Sturkopf sein. Allerdings weniger im zwischenmenschlichen Bereich, in dem ich auf Harmonie großen Wert lege, sondern mehr hinsichtlich der Ziele, die ich erreichen will. Wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe, etwas wirklich und von Herzen will, dann kann ich ziemlich ehrgeizig und selbstdiszipliniert sein.
Am 05.04.2018 habe ich von dem Wunsch geschrieben, ein Hungerhaken zu sein. Natürlich war dieser Post ein wenig überspitzt formuliert. Normalerweise - es gibt gute und schlechte Tage - kann ich ganz gut mit meiner Figur umgehen. Ich habe Brüste, eine Taille und relativ schlanke Beine. Nichtsdestotrotz beinhaltete mein Post trotzdem das eine oder andere Körnchen Wahrheit. Vor allem dieses hier: Zurzeit fühle ich mich nicht ganz wohl in meinem Körper und ich möchte, dass sich das wieder ändert.

Ich habe seit jeher ein leicht gestörtes Verhältnis zu Personenwaagen. Vermutlich ist mir das anerzogen worden. Hinsichtlich meines Gewichtes ist mir immer leicht…

Von Zombies und Fallen

Mein Handy klingelt. "Ja?", frage ich. Ich bin eher so semi-begeistert. Hab keine Lust zu telefonieren. "Muschelmädchen!", ruft Harry am anderen Ende der Leitung enthusiastisch, "Ich habe gerade an dich gedacht." "Warum denn?" "Weil ich gerade ´The Walking Dead´ gucke." "Ah...", sage ich. "Das ist die Serie mit den Zombies, oder?", frage ich. "Ja, genau." "Und bei Zombies denkst du an mich?" Ich versuche mein Schmunzeln zu unterdrücken, bis mir schließlich einfällt, dass er mich am anderen Ende der Leitung ja gar nicht sehen kann. "Das ist ja nett von dir.", füge ich amüsiert hinzu.

"So bin ich.", gibt er fröhlich zurück und ich starre irritiert mein Telefon an. Ich könnte schwören, dass es mich angrinst.
"Aber mal im Ernst, Muschelmädchen.", sagt er, "Ich habe mir gerade überlegt, was ich machen würde, wenn ich in einer Welt Zombies überleben müsste!" &q…

Vom Schreiben unserer Geschichte

Bild
Wir toben uns durch das Leben. Das Kennenlernen geht schnell, aber meine Freiheit muss ich mir erkämpfen. Ich bin der erste Mensch, den Harry an sich heranlässt. Mit Fingerspitzengefühl bringe ich ihn dazu, sich mir zu öffnen. Dafür hängt er sich an mich. Kaum einen Schritt kann ich gehen, ohne dass er sich wie ein Schatten an meine Fersen heftet oder bereits dort ist, wo ich hinwill. Während er lernt, mir zu vertrauen, muss ich es lernen, ihm Grenzen zu setzen. Wenngleich wir dafür eine Menge Zeit brauchen, funktioniert es: Wir kommen einander immer näher und schaffen es, unsere Freundschaft auf ein sicheres Fundament zu stellen. Wir lernen einander zu lieben und zu brauchen.

In dunklen Nächten wacht er, neben meinem Bett sitzend, über meinen Schlaf und geht für mich zum Frauenarzt, um mir einen Schwangerschaftstest zu besorgen und sich beraten zu lassen. Als Ephraim versucht, sich das Leben zu nehmen, ist er derjenige, den ich mitten in der Nacht anrufe. Über Jahre und Monate hinwe…